|
Prüfungsbericht Bocholt - September 2009(Dorothee M.)"Prüfung oder nicht Prüfung. Als nicht organisierte Hobbytrailerin mit Anspruch auf gute, solide Arbeit, habe ich mir die Frage sehr oft gestellt und intensiv darüber gegrübelt. „Gehörst Du keiner Rettungsorganisation an, kommst Du sowieso nicht in Einsätze. Wozu willst Du Dir den Stress machen?“ Das waren die Kommentare derjenigen, mit denen ich gesprochen hatte. Nachdem der Hund und ich aber sehr viel Arbeit, Zeit und Energie in die Ausbildung gesteckt hatten, konnte ich den Gedanken doch nicht einfach beiseite schieben. Ausschlaggebend für die Anmeldung zur Prüfung war schließlich ein Übungsnachmittag. Wir waren in einem Ort, in der Nähe einer Behinderteneinrichtung. Nachdem wir einige Zeit beäugt worden waren, kamen Pfleger auf uns zu und baten uns, bei der Suche nach einem Patienten behilflich zu sein, der seit einiger Zeit vermisst werde. Wie viel freier kann man bei der Hilfe sein, wenn man eine Prüfung im Gepäck hat! Nun also Prüfung! Irgendwie war ich wenig aufgeregt, freute mich sogar auf die Prüfung. Jetzt war es von Vorteil, dass wir keiner Organisation angehören. Bestehen wir die Prüfung freuen sich Alle, denen wir es erzählen, fallen wir durch, sagen wir einfach Nichts weiter und Keiner hat `was gemerkt. Bei der Durchfallquote der Prüfungen der PGMD habe ich mir auch nicht ernsthaft vorgestellt, zu bestehen. Da wir bei unserer bisherigen Ausbildung wenig (kaum) Kontakt zu anderen Trailern aufbauen konnten und somit keine Rückmeldung von Außen bekommen hatten, würde das „Projekt Prüfung“ in jedem Fall ein Gewinn für uns sein. Nun, das erste Zusammentreffen der Prüflinge und Prüfer am Freitagabend. Die Prüflinge saßen, mehr oder weniger nervös, von ihren ebenso aufgeregten Helfern begleitet, in der Wirtschaft und warteten auf die Offiziellen der PGMD. Die kamen aber satt zu spät. Das fängt ja gut an! Die Stimmung war an diesem Abend gedrückt. Meine Hoffung war, dass es eigentlich an den folgenden beiden Tagen nur besser werden könnte. Das war auch so! Was mir schon am Vorabend aufgefallen war, bestätigte sich auch an den folgenden beiden Tagen. Die Prüflinge sahen sich nicht als Konkurrenten, wie ich es in Flächenprüfungen im DRK kennen gelernt hatte, sondern als Menschen mit gemeinsamem Schicksal. Leid verbindet! Das war für mich umso schöner, als ich von den Mitprüflingen vom ASB, DRK und einem privaten Verein als „Nicht-Organisierte“ nicht argwöhnisch beäugt wurde. Die Stimmung war nicht zuletzt wegen der Prüfer sehr sehr angenehm, die große Ruhe ausstrahlten und Hektik gar nicht erst aufkommen ließen. Wie es, der Statistik folgend, kommen musste, ging der erste Trail leider sehr schief. Das Einzige, das unseren Joshi aus der Ruhe bringen kann, sind fremde Hunde. Die gab es am Ansatz zur ersten Suche in Menge, in jeder Größe, Form, Farbe und Rasse. Joshi hatte Schwierigkeiten in die Arbeit zu kommen. Nach fetten Fehlern von mir (die mir beim Anschauen eines Filmchens, das an diesem ersten Ansatz gemacht wurde, klar vor Augen geführt wurden (!)), beurteilte ich diesen ersten Trail als Negativansatz und fiel damit durch. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Beim ersten Versuch gleich den Joker zu ziehen, das war gar nicht meine Absicht gewesen. Das Wetter war ideal, kühl aber nicht kalt, nur ganz leichter Wind und eine Spur im idealen Alter. Das sollte eigentlich ganz leicht zu meistern gewesen sein. Was sollte kommen, wenn die Umstände schwieriger wurden? Vor dem Nachmittagstrail hatte ich dann doch etwas Bedenken. Als wir schließlich an die Reihe kamen, nahm Joshi sofort, wie ich später erfuhr, die Spur in die richtige Richtung auf. Er brach aber nach einigen Metern ab und entschied sich für eine andere Richtung. Er machte einen riesigen Bogen, um zur Person zu kommen und schaffte es schließlich nach 55 der erlaubten 60 Minuten. Nach der Suche war er platt. Er genoss aber ausgiebig von allen Menschen, die mitgelaufen waren, überschwänglich gefeiert zu werden. Auch bei dieser Suche war es überaus angenehm, dass die Prüfer keinerlei Hektik aufkommen ließen. Sie haben in Ruhe arbeiten lassen und waren nahezu unmerklich in der Nähe. In den Zweiten Prüfungstag gekommen, war es am Morgen doch auch wieder etwas aufregend. Der Treffpunkt, den die toll organisierenden Ausrichter der Prüfung für diesen Morgen gewählt hatten, lag recht geschickt an einem Kiosk, der schon am Sonntagvormittag geöffnet war. Sehr praktisch! Auch bei diesem Ansatz fiel es Joshi sehr schwer, den Abgang zu finden. Er wurde mehrfach angesetzt und zeigt immer wieder, dass er nichts fand. Nach den Erfahrungen vom ersten Trail vom Vortag wollte ich aber nicht so schnell eine Einschätzung der Lage abgeben. So haben wir lange Zeit am Ansatz verbummelt, bis Joshi schließlich die Spur fand. Er lief aber nur eine kurze Strecke sicher. Dann wurde er wieder unsicher und zeigte schließlich klar, dass er Nichts mehr hatte. Meine Einschätzung der Lage (nach 58 Minuten...), dass es sich um einen Negativtrail handelte, war richtig und so bestanden wir auch diese Aufgabe. Wir haben die geduldigen Prüfer dabei sicherlich Jahre ihres Lebens gekostet! Joshi wurde wieder ausgiebig befreu und genoss die Aufmerksamkeit in vollen Zügen! Der Gedanke, nun beim letzen Ansatz noch durchzufallen, war nicht gut. Zeigte sich doch noch Ehrgeiz? Der Hund war sichtbar angeschlagen und das Wetter wurde schlechter. Der letzte Treffpunkt war ein Seeufer. Der Wind hatte aufgefrischt und blies kräftig in Richtung Land. Außerdem sah es nach Regen aus. Bei fast pünktlichem Beginn gab es dann bei der Befragung zu der vermissten Person ganz wilde Auskünfte. War die Verwirrung bei den vorigen Suchen erst gegen Ende da, so war sie nun am Anfang schon perfekt. Joshi jedoch, der das Alles nicht verstanden hatte, zeigt endlich die gewohnte Sicherheit am Ansatz (nachdem er sich zuvor versichert hatte, dass auch genügend Menschen zum Feiern am Ende da waren). Er fand schnell zu der gesuchten Person. Damit war die Prüfung bestanden und wir (unerwartet) ein müdes geprüftes Mantrailerteam. Ein ganz herzliches Dankeschön an meinen tollen Helfer, mit dem ich mich während der Trails gut austauschen konnte, an die geduldigen, positiven Prüfer, die eine so angenehme Atmosphäre gemacht haben, an die perfekte Organisation der Prüfung und nicht zuletzt an die vielen Helfer, ohne die gar Nichts geht, und an die Hundebefreuer, die Joshi aufrecht gehalten haben!!!" Prüfungsbericht Hamburg Pfingsten 2009(Cornelia K. - Mantrailer Nord)Wir gratulieren dem erfolgreichen Team Vera Hagen mit ihrem Magyar Vizsla Rüden Eumel. Die Beiden haben als Team überzeugt und eine super Leistung gezeigt. Der Mantrailer Nord e.V. richtete die Mantrailer-Prüfung für die Prüfungsgemeinschaft Mantrailer Deutschland e.V. über Pfingsten 2009 in Hamburg aus.In den letzten Wochen vor der Prüfung gab es bei uns nur ein Thema, nämlich ein gutes Gelingen der Prüfung. Es musste viel geplant, organisiert und diverse Versteckpersonen rekrutiert werden. Dies war gar nicht so einfach, denn an einem verlängerten Pfingstwochenende werden die freien Tage natürlich gern verplant z.B. für Familienaktivitäten und Kurzurlaub. Für die Organisation und Durchführung der Prüfung hatte sich vom Mantrailer Nord e.V., Klaus Fuhrmann, als Hauptorganisator und Prüfungsleiter zur Verfügung gestellt und seine Sache auch mit Bravur gemeistert. Natürlich hatte er einige unruhige Nächte, besonders einige Tage vor der Prüfung war ein starkes Nervenkostüm gefordert und es wurde noch einmal richtig hektisch. Die Anzahl der Prüflinge schwankte plötzlich, ursprünglich waren 4 Teams gemeldet. Das lag daran, dass 2 Prüflinge kurzfristig absagen mussten, da sie die Vorprüfung nicht bestanden hatten. Ein weiterer Prüfling wurde leider krank und musste ebenfalls absagen. Auf diesem Wege wünschen wir noch gute Besserung. Die PGMD versuchte kurzfristig Ersatzteams zu finden, damit der Ablauf der Prüfung nicht allzu sehr durcheinander kommen würde. Schließlich traten am Samstag 3 Teams zur Prüfung an. Hier möchten wir an alle zukünftigen Prüfungskandidaten appellieren!! Bitte meldet Euch erst zur Hauptprüfung an, wenn die Vorprüfung bestanden wurde. Eine Prüfung zu organisieren ist sehr aufwendig und daher ist es unfair gegenüber dem Veranstalter und den vielen freiwilligen Helfern, wenn es wegen Nichtbestehen der Vorprüfung zu kurzfristigen Änderungen kommt. Solche Pannen können im Voraus vermieden werden. Auch die Prüfer räumten bei der Nachbesprechung ein, dass dies künftig ein Thema in der PGM-D sein wird. 2 Prüfungsteams, die Prüfer (Uli Scheuß und Sabine Neubauer sowie die Prüferanwärterin, Gaby Kohl) und die Organisatoren vom Mantrailer Nord e.V. trafen sich dann am Freitag, dem 29.05.2009 im vorgesehenen Treffpunkt, nämlich einem Vereinshaus, welches uns vom Schäferhundverein OG „rechtes Alsterufer“, freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Das Vereinshaus war auch während der Prüfung immer Anlaufpunkt und es standen dort Getränke und Verpflegung für Alle bereit. Ab 20.00 Uhr wurde die Reihenfolge der Teams ausgelost und die „Trailpakete“ zugeteilt sowie der Ablauf des nächsten Tages besprochen. Das dritte Prüfungsteam, welches kurzfristig nachgemeldet wurde, konnte leider erst am Samstag direkt zur Prüfung vor Ort sein. Die 3 Prüfungsteams kamen allesamt vom Mantrailing-Team-Ost-Holstein. Am nächsten Tag war der erste Trail um 8.00 Uhr vorgesehen, um nicht in die Mittagshitze zu gelangen. Alle waren pünktlich und wir starteten mit dem ersten Trail um 8.20 Uhr. Die Wetterbedingungen waren auch wie bestellt: nicht zu heiß, nicht zu windig und kein Regen. Um ca. 11.30 Uhr war der erste Traildurchgang für die Prüflinge beendet. Als einziges Team hatte Vera mit Eumel diese erste Aufgabe erfolgreich abschließen können. Nach einer langen Mittagspause ging es dann um 15.15 Uhr weiter. Nur das Team Vera mit Eumel konnte den Tag erfolgreich beenden. Beeindruckend war die Anzeige des Negativansatzes, welches die zweite Aufgabe an diesem Tag für das Team war. Für die beiden anderen Teams war mit Nichtbestehen der zweiten Aufgabe die Prüfung beendet. Für den nächsten Tag waren daher nur noch 2 Trails vorzubereiten bzw. auch entsprechend die Versteckpersonen auf „stand by“ zu halten. Am Sonntag begann der erste Trail pünktlich um 9.00 Uhr und das Team Vera mit Eumel hat auch diese Aufgabe in kürzester Zeit erfolgreich absolviert und damit die Prüfung bestanden. Wir konnten die nicht mehr benötigte Versteckperson ins Pfingstwochenende schicken und waren zur Abschlussbesprechung um 10.00 Uhr wieder im Vereinshaus. Wir möchten uns recht herzlich bei allen Versteckpersonen, auch wenn sie nicht zum Einsatz kamen, und den vielen freiwilligen Helfern, die im Hintergrund gewirkt haben, für die Unterstützung bedanken. Prüfungsbericht Ansbach 09/2008(von Oliver M.)Am Wochenende vom 19. bis zum 21. September 2008 fand die zweite Mantrailerprüfung der Prüfungsgemeinschaft Mantrailer Deutschland statt. Ausrichter dieser Prüfung waren die „Mantrailer Bayern“ mit Sitz in Ansbach.
Workshop und Mitgliederversammlung 10/2008von Stephy B.Da vor der Mitgliederversammlung ein gemeinsames Training angeboten worden war, war der Treffpunkt am Samstag in der Früh um 9:00 Uhr in Nieste, am Wohnhaus von Sabine Neubauer. Wir, Neuankömmlinge aus verschiedenen Gebieten Deutschlands, wurden von Sylvia Ritter und Sabine herzlich begrüßt und sofort mit Frühstück verwöhnt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann auch gleich raus – in die strahlende Sonne dieses wunderschönen Herbsttages.
Zu allererst waren die Menschen mit einer Wahrnehmungsübung dran. Ziel dabei ist es, einmal selber zu spüren, welche Auswirkungen die Handhabung der Suchleine auf die Bewegungs-richtung und das Verhalten des Hundes hat. Ein Partner wurde am Bauch angeleint und simulierte den Hund, der andere Partner hielt die lange Leine und probierte verschiedene Variationen der Handhabung. Der „Hund“ hatte nun die Gelegenheit zu spüren, was für eine intensive Kommunikation und Beeinflussung über die Leine stattfindet, und hatte im Gegenzug die Aufgabe, dem „Hundeführer“ ein Feedback über dessen Umgang damit zu geben. Uns allen wurde nun deutlich, wie wichtig der korrekte Umgang mit der Suchleine beim trailenden Hund ist, und wie schnell ein Hund hier verunsichert und in eine falsche Richtung dirigiert bzw. gedrängt werden kann. Danach ging es gleich zum Trailen selber. Als erstes war der bereits erfolgreich geprüfte Bilbo von Sylvia dran. Er zeigte uns sofort, dass für einen so routinierten Hund eine Hin- und Rückspur an einer Kreuzung überhaupt kein Thema ist. Alle Teilnehmer hatten nun nacheinander die Möglichkeit, unter den geschulten Augen von Sabine und Sylvia mit ihren Hunden zu arbeiten, und erhielten wertvolle Tipps für die weitere Ausbildung. Als nächstes durfte ein schöner Doggen-Rüde, der vorher in dieser Richtung noch nie etwas gemacht hatte, seine ersten Versuche starten. Mit der passenden Methode suchte und fand er so, als hätte er schon etliche Unterrichtseinheiten hinter sich. Die kleinste Teilnehmerin war eine Rauhaar-Dackeline, die absolut souverän und selbstbewusst ihre Aufgaben meisterte. Sie schult gerade vom Flächenhund zum Mantrailer um und – wie jeder sehen konnte – mit großer Begeisterung und ohne Umstellungsprobleme. Auch eine Vizla-Hündin war dabei, ein absolut routiniertes Team, für die der gelegte Trail anscheinend überhaupt keine Herausforderung darstellte. Trotzdem konnte Frauchen, denke ich, einige gute Anregungen für das weitere Training mit nach Hause nehmen. Die kleinste Teilnehmerin war eine Rauhaar-Dackeline, die absolut souverän und selbstbewusst ihre Aufgaben meisterte. Sie schult gerade vom Flächenhund zum Mantrailer um und – wie jeder sehen konnte – mit großer Begeisterung und ohne Umstellungsprobleme. Für einen vormals geschundenen Hovawart-Mix wurde als Vorübung zum Trailen mit Leckerlis bestückte Menschen interessant gemacht. Danach fand er uns tatsächlich recht spannend und suchte von sich aus Kontakt. Was mir an dieser Gruppe besonders imponierte, war, dass einige dieser ambitionierten Hundeführer ihre Hunde aus dem Tierschutz übernommen haben – teilweise gezielt für die Rettungshundearbeit. Diese Hunde zeigten Leistungen, als hätten sie in ihrem Leben bisher nichts anderes gemacht. Besonders beeindruckte mich ein junger Viszla-Rüde, der erst vor wenigen Wochen nach Deutschland gerettet worden war. Beim Suchen war davon nichts zu bemerken, auch er war voller Passion und Konzentration dabei. Obwohl der Trail schon recht anspruchsvoll war, wurde die „Vermisste Person“ trotz diverser Ablenkungen sehr schnell gefunden. Auch für meine beiden Hunde und mich ist der Übungsvormittag sehr erfolgreich verlaufen. Ich habe viel gesehen, viel gelernt und einen wirklich schönen Vormittag mit sehr netten Menschen verbracht. Vielen Dank dafür an Sabine und Sylvia, die sich selbstlos so viel Zeit für uns genommen und so viele ihrer wertvollen Erfahrungen weiter gegeben haben. Die Mitgliederversammlung um 14:00 Uhr war dann doch noch eine kleine Enttäuschung. Es kam nur noch ein Mitglied dazu, die Gruppe (8 Mitglieder und 2 Gäste) blieb somit recht klein. Bei den meisten aktiven Mitgliedern hatten ungünstige Umstände leider eine Anreise verhindert. Das tat der guten Stimmung trotzdem keinen Abbruch. Das Schönste: die Hunde durften sogar mit in den Versammlungsraum und lagen problemlos nebeneinander und schliefen. Das Essen war hervorragend und nicht teuer. Dieser Ort war super ausgesucht und super organisiert. Zum Abschluss dieses harmonischen Tages hatte Sabine noch leckeren, selbstgebackenen Apfelkuchen dabei. Für das nächste Treffen, im kommenden Jahr, kann ich nur allen raten: „Auf nach Nieste“ Stephy B. Prüfungsbericht Troisdorf Pfingsten 2008(Sylvia R.)Mein Rüde Bilbo und ich nahmen Pfingsten 2008 an der Mantrailerprüfung der Prüfungsgemeinschaft Mantrailer Deutschland teil. Nach 4 Jahren fleißigen Trainierens hoffte ich auf ein gutes Ergebnis. Die Wettervorhersage (für normale Menschen hervorragend erfreulich) ist für uns weniger passend: superwarmes, trockenes Wetter.
Vier Trails mussten wir laufen und drei davon erfolgreich abschließen. Dass ich gleich den ersten Trail in den Sand gesetzt hatte, erhöhte den Druck bzgl. der anderen drei. Leider war mir beim ersten Trail der Fehler unterlaufen, einen Geruchspool, den mein Hund mir anzeigte, als ein Negativ zu interpretieren.
Der zweite Trail war über 1.000 Meter lang und an einigen Stellen nicht erkennbar, so dass Bilbo negativ anzeigte. Beim Abchecken der nächsten Kreuzung hatte er dann wieder etwas. So kamen wir in Etappen voran, bis die Spur deutlicher wurde. Bilbo arbeitete immer konzentrierter und ich bewunderte seine Kondition. Natürlich haben wir viele Trinkpausen gemacht und am Ende des Trail zeigte Bilbo voll Elan die richtige Person an.
Als dritte Aufgabe kam ein Negativtrail, was wir natürlich nicht wussten. Nach den Erfahrungen des Vortages, dass ein Trail bei heißem Wetter, Lücken haben kann, nahm ich mir ausgiebig Zeit zum Ausarbeiten der einzelnen Richtungen, bis ich mir sicher war, dass die Person hier nicht gewesen ist.
Der vierte Trail (Aufregung pur, jetzt kommt’s drauf an) war in einem Wohngebiet, in dem alles gleich aussieht: Reihenhäuser, Fußwege, Sackgassen, kleine Fahrstraßen, enge Kreuzungen, usw. Dadurch, dass Bilbo einen Abgang verpasste, haben wir eine “Ehrenrunde” durchs Wohngebiet gedreht und sind wieder am Startpunkt angekommen. Also noch mal. Diesmal kam er auf die richtige Spur und arbeitete sehr konzentriert und zügig bis zur Versteckperson. Hurra, große Belohnung. Alle freuten sich mit. Es hörte sich von weitem sicherlich wie eine Party an.
Während aller vier Trail begleitete mich Sabine als Helferin. Sie war mir eine wertvolle Unterstützung.
Dank der guten Organisation und der supernetten Menschen der gastgebenden Staffel haben wir uns (trotz gelegentlicher “Aufregungsschübe” meinerseits) sehr wohl gefühlt.
Prüfungsbericht Troisdorf Pfingsten 2008Erste Prüfung der PG-Mantrailer Deutschland in Troisdorf vom 09. – 11.05.2008(von Cornelia K.)Vom Mantrailer Nord e.V. hatten sich Gabi und ich (Conni) zur Prüfung mit unseren Hunden Hilay (Vizsla) und Fina (Harzer Fuchs) angemeldet. Am Freitagmittag ging es auf nach Troisdorf bei Hitze und Pfingstreiseverkehr. Allein aus Hamburg zu kommen, war schon eine Herausforderung. Nach 8 Stunden inkl. kurzen Pausen und noch schnell den Schlüssel unserer Unterkunft geholt, waren wir Punkt 21.00 Uhr am Treffpunkt, ASB-Stützpunkt in Troisdorf, um uns bei der Prüfungsleitung zu melden und alle Informationen für den nächsten Tag entgegenzunehmen.Es wurde gelost, welches Trailpaket jeder von uns bekommt. Gabi sollte morgens um 8.00 Uhr starten und ich (als Dritte) ca. um 10.45 Uhr. Unsere Nächte waren sehr kurz, da es immer spät wurde und Treffen morgens so gegen 7.45 Uhr war. Gabi und ich waren jeweils für den anderen Helfer. Es ist doch sehr beruhigend, wenn man einen Helfer dabei hat, der Hund und Mensch kennt und man sich ggf. auch austauschen kann. Insgesamt hatten sich 4 Teams zur Prüfung angemeldet. Die Prüfungen waren machbar und es herrschte eine gute Stimmung unter den Teilnehmern, den Prüfern und den vielen Helfern. Der ASB Troisdorf hatte mit seiner Mantrailer-Hundestaffel eine beachtliche Anzahl an Helfer zusammengetrommelt, die auch bei der Hitze und bis spät nachts als Versteckpersonen zur Verfügung standen und teilweise erst nachts Trails legten. Die Organisation des ASB Troisdorf war perfekt. Ein Team hat die 3 erforderlichen Prüfungstrails bestanden. Hierfür noch herzlichen Glückwunsch an Sylvia. Die Prüfung verlief für alle Teams schwierig. Leider scheiterten auch wir Beide bei dieser Prüfung. Entweder fanden die Hunde den Trail nicht, kamen nicht in die Suche oder sie liefen erst einmal in die falsche Richtung los oder aber wie bei einem Trail meines Hundes: Fina lief zielsicher los, obwohl es sich um einen Negativansatz handelte. Irgendwann war die Zeit dann halt um oder für die Hunde war es zuviel. Da es bis in den späten Abend sehr heiß war, war es natürlich auch nicht einfach für die Hunde. Auf der Rückreise hatten wir genügend Zeit, alles noch einmal zu rekonstruieren und zu analysieren, warum wir gescheitert waren, und für neue Trainingsansätze Ideen zu entwickeln. Wir sind zwar sehr enttäuscht, die Prüfung nicht bestanden zu haben, jedoch sind wir um einige Erfahrungen reicher geworden. Wer mehr über den Ablauf oder die Prüfung wissen möchte, kann sich gerne an uns wenden. |
Mitgliederberichte